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Beruf oder Studium und Pflege an der TU Berlin

Was Beschäftigte und Studierende mit pflegebedürftigen Angehörigen entlastet und wie gut sie diesbezüglich bereits aufgestellt ist, wollte die TU Berlin im Zuge des vierten Durchlaufs durch das „audit familiengerechte hochschule“ genauer herausfinden. Vertreter*innen aller Statusgruppen diskutierten, reflektierten, identifizierten Stärken und erarbeiteten Verbesserungsvorschläge. Die Teilnehmenden sollten überprüfen, welche hilfreichen Zugänge die TU Berlin in den drei Themenfeldern „Strategie und Orientierung“, „Führungshandeln

Wenn Mitarbeiter*innen pflegen

Manfred Schmidt* arbeitet als Organisations­koordinator in einem großen Dienstleistungs­unternehmen. Bald wird er 59, betont er, und habe nicht mehr lange im Unternehmen, in dem er seit inzwischen 30 Jahren beschäftigt ist. Seine Wochen­arbeits­zeit beläuft sich auf 39 Stunden je Woche. Zur Sicherstellung eines reibungslosen Betriebsablaufs arbeitet er in festen Arbeitszeiten und startet täglich um sechs Uhr. Seine Tätigkeit erfordert Anwesenheit

Pflege von Demenzkranken

Brauchen Beschäftigte, die Angehörige mit Demenz pflegen, besondere Unterstützung? Und wenn ja, welche? Nehmen Betriebe die Herausforderungen der Pflege eines Demenzkranken wahr? Mit welchen Maßnahmen entlasten sie dabei die Beschäftigten? Diesen Fragen widmet sich ein interdisziplinäres Praxisentwicklungsprojekt im Masterstudiengang „Multiprofessionelle Versorgung von Menschen mit Demenz“, den die Universität Witten/Herdecke anbietet. Das Projekt fokussiert auf Erfahrungen, die Beschäftigte selbst machen, sowie

Familien-und Pflegezeitgesetz

Zugeschnitten auf die Anforderungen einer betrieblichen Beratung beantwortet der Autor die wichtigsten arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen zum Pflegezeitgesetz und zum Familienpflegezeitgesetz. Insbesondere die Änderungen seit 2015 werden dabei herausgearbeitet. Betriebliche Beratungsstellen finden hier schnelle Hilfe und rechtlich verlässliche Antworten auf alle Fragen aus der Praxis. Der Kommentar zum Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz stellt alle notwendigen Informationen gebündelt dar. Kossens, Michael (2016):

Zur Naturalisierung des Geschlechts

Natur lässt sich nicht ohne Kultur erschließen und Kultur erscheint selbst häufig als naturalisierte Vorgabe. Dieser Annahme folgend, wollen die Autor*innen dieses Sammelbandes erforschen, wie Geschlecht als naturhaft konstruiert wird oder auch nicht und was die Implikationen der jeweiligen Entwürfe sind. Anlass der Veröffentlichung ist die aktuelle Anti-Genderismus Debatte. Teil eins des Buches fokussiert die institutionellen, fachwissenschaftlichen und erkenntnistheoretischen Voraussetzungen

Frauen fördern in der Wissenschaft

CEWS will mit ihrer neuen Publikatin zur Förderung von für Frauen in Wissenschaft und Forschung beitragen und hat Fördermaßnahmen speziell für (Nachwuchs)­Wissen­schaftler­innen zusammengetragen. Die Zusammenstellung beinhaltet: Förderstipendien für Studentinnen und Wissenschaftlerinnen, Preise und Auszeichnungen, Mentoring/Coaching-Programme, Gastprofessuren für Frauen- und Geschlechterforschung, Frauenstudiengänge, Netzwerke, Fördereinrichtungen und –initiativen, Web-/Informationsressourcen zur Frauen und Gleichstellungsförderung. CEWS erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und unterstreicht, dass die aufgeführten

Die Teufelin steckt im Detail

Die Debatte um Sprache und Geschlecht dauert im deutschen Sprachraum nun seit fast 50 Jahren an und ist alles andere als geklärt. Die Auseinandersetzung um ein geschlechtergerechtes Sprachhandeln polarisiert und emotionalisiert. Ein rauer, aggressiver werdender Unterton durchzieht die Debatte. Die Positionen werden oft verbissen und zuweilen missionarisch verteidigt. Die Empfehlungen reichen von der Rückkehr zum Althergebrachten über das Binnen_I und

Gender in der Gefährdungsbeurteilung

Gender hat als Kategorie im Arbeits- und Gesundheitsschutz zunehmend Aufmerksamkeit erlangt. Der Wandel der Arbeitsbedingungen durch Arbeit 4.0 wirkt sich auf Frauen und Männer unterschiedlich aus. Dies statistisch zu erfassen und zu bearbeiten, möchte Verdi mit seiner Handlungshilfe befördern. Diese beruht auf Ergebnissen des Projekts „Gender-Stress. Geschlechterrollen und psychische Belastungen in der Arbeitswelt“, das im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und ver.di

Expertininterview mit Dr. Mantl

Dr. Elisabeth Mantl unterstützt das durch die EU geförderte Horizon-2020 Forschungsprojekt „ENLIGHTEN“ an der Copenhagen Business School. Sie gab hierfür am 20. Februar 2018 ein Fachinterview zu Fakten und Erfahrungen zum demografischen Wandel im deutschen Raum. Gegenstand des Forschungsprojekts ist das Thema „Corporate Strategies in Confronting Demographic Change“. Die Wissenschaftler*­innen führen in diesem Zusammenhang eine vergleichende Untersuchung des japanischen und deutschen

Väterorientierte Personalpolitik

Das Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie hat einen Leitfaden für väterorientierte Personalpolitik herausgebracht. Die Broschüre „Väter und Vereinbarkeit“ liefert praktische Beispiele und Tipps für den betrieblichen Alltag, denn auch Väter wollen vereinbaren. Ein besonderes Extra: die „Väterpost“ als hilfreiches Instrument. Der neue Leitfaden bringt die wichtigsten Daten und Fakten zum Thema Väter und Vereinbarkeit. In Interviews kommen Expertinnen und Experten aus Praxis

Gerechte Teilhabe im Alter ermöglichen

Wie schaffen wir es, die Versorgung in Gesundheit und Pflege so zu gestalten, dass sie der steigenden Zahl älterer, oft mehrfach und chronisch kranker Patientinnen und Patienten gerecht wird? Wie werden wir der wachsenden Vielfalt im Alter gerecht – in den Lebensentwürfen, kulturellen Identitäten und unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Bedarfe? Dies sind die von Landesministerin Barbara Steffens ausformulierten Leitfragen dieser Studie.

Frauen stärken Frauen

„Gute Leistung wird vorausgesetzt und reicht alleine nicht, um am Markt heute erfolgreich zu sein. Wer sich bekannt machen will, der muss dafür sorgen, dass andere positiv über seine Ideen und Erfolge sprechen. Das Thema Vermarktung spielt somit eine große Rolle im Arbeitsleben.“ Wie das geht und was Frauen auf dem Weg nach oben besonders bedenken sollen, verraten Katja Hofmann

Für mehr Frauen in Führung

Erst wenn sich die kognitiven und normativen Konzepte auch auf der Individualebene verändern, wird sich die Geschlechterungleichheit auf Führungsebene angleichen lassen. Dies ist eine der zentralen Aussagen von Jeanette Trenkmann. Für ihre Dissertation hat sie exemplarisch die Bemühungen ein großes deutsches Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche analyisiert, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Die Autorin zeichnet an Hand ihrer Einzelfallstudie das strategische

Führungskraft im Handumdrehen

Auch zwei Jahre nach Einführung der Frauenquote gelingt es Männern häufiger als Frauen, ihre Karriereambitionen zu verwirklichen und in die höchsten Positionen aufzusteigen. Angehörige der Generation Y und Z (Geburtsjahrgänge ab 1980) gehen davon aus, dass Frauen heute die gleichen Karrierechancen wie Männer hätten, sie diese lediglich ergreifen müssten. Gleichwohl spielen traditionelle Rollenbilder in der Einschätzung von Aspekten wie Durchsetzungsvermögen,

Frauen in Führung

Mehr emotionale Bildung auf der individuellen Ebene, mehr Dynamik in den Betrieben empfiehlt Stefanie Schmitt-Bauer zur Überwindung des nach wie vor bestehenden Geschlechterungleichgewichts auf Führungsebene. Schmitt-Bauer wertet in ihrer Doktorarbeit eine Vielzahl statistischer Daten zur Beschreibung der Unterrepräsentanz von Frauen in allen Führungsebenen aus. Sie unternimmt eine breit angelegte Ursachensuche, indem sie vorliegende Forschungsergebnisse und Erklärungsmodelle auf Plausibilität hin überprüft.

Frauen errechnen bemannte Raumfahrt

Die West Area Computing Unit leistete 1943 bis 1958 für die Luft- und Raumfahrtforschung des National Advisory Committee for Aeronautics (NACA), der Vorgängerorganisation der NASA, die so unabdingbaren, komplizierten und zeitaufwendigen Berechnungen, mit Stift, Zettel und einfachen Rechenmaschinen. Die Gruppe bestand ausschließlich aus afroamerikanischen Frauen, ausnahmslos Mathematikerinnen mit Abschluss und Erfahrung in der Raketenforschung. Aufgrund der in den USA nach

Chancengleichheit durch und für soziale Berufe

Die Transformation zu einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft einschließlich der damit verbundenen geschlechter- und gleichstellungsbezogenen Herausforderungen schreitet weiter voran. Sozialen (Frauen-)Berufe kommt in diesem Veränderungsprozess eine Schlüsselposition zu. Sie eröffnen Möglichkeiten der Teilhabe und Selbstbestimmung für ihre Adressat*innengruppen. Gleichzeitig aber hinken Anerkennung und Lohnniveau für die Beschäftigten hinter der gesellschaftlichen Relevanz her und verringern geschlechtsspezifische Ungleichheitsmuster die Teilhabechancen eben jener, die

Sie wollten wählen und wurden ausgelacht

Als Suffragetten (von englisch/französisch suffrage „Wahlrecht“) bezeichnet man bis heute jene Frauen, die in Großbritannien Anfang des 20. Jahrhunderts mittels passivem Widerstand, Störungen offizieller Veranstaltungen und Hungerstreiks für die Einführung eines allgemeinen Frauenwahlrechts kämpften. Erstmals von der englischen Presse verwendet, sollte der Begriff die Wahlrechts-Aktivistinnen verunglimpfen, wurde aber von den Frauen selbst vereinnahmt und zum Kampfbegriff umgedeutet. Aktiv war die

Clärchens Ballhaus

Als Bühlers Tanzlokal im Jahr 1913 in Berlin seinen Betrieb aufnahm, war es ein Ballhaus von etwa 800, in das die Berlinerinnen und Berliner allabendlich zum populären Tanzvergnügen einkehrten. Heute ist Clärchens Ballhaus, wie Bühlers Tanzlokal schon bald im Volksmund hieß, immer noch ein beliebtes Ziel von Tanzvergnügten aus Stadt und Umland und dabei Relikt, Zeitkapsel und Sehnsuchtsort zugleich. Wie

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

2006 eingeführt hat sich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz trotz der bestehenden Defizite als ein wichtiges Instrument etabliert, um gegen Diskriminierung vorzugehen. Maria Wersig, Professorin für rechtliche Grundlagen der sozialen Arbeit, hat nun ein kompaktes Nachschlagewerk für Studierende und Menschen in der Beratung erstellt. Wersigs Buch vermittelt Grundkenntnisse des Antidiskriminierungsrechts und bietet einen strukturierten Überblick über die zentralen Vorschriften des AGG. In

Führungskräfte mit Familie

Je höher die Position, umso eher wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als konfliktär wahrgenommen. Dass dies zudem Frauen in der Regel noch mehr als Männer tun, ist seit längerem bekannt. Was das unterschiedliche Stressempfinden von Vätern und Müttern bei gleicher Erwerbstätigkeit bedingt, haben Anne Busch-Heizmann und Elke Holst nun unter Nutzung des sozio-ökonomischen Panels SOEP näher untersucht. In

Frauen und Karriere

Frauen meiden Konkurrenzsituationen – das ist ein häufig genannter Grund für den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen. In einer Studie haben Wissenschaftler der Universität Mannheim jetzt herausgefunden, dass Frauen durchaus bereit sind, sich dem Wettbewerb mit anderen zu stellen – wenn sie zuvor weibliche Vorbilder erleben.  Pressemitteilung vom 31. Juli 2017 Sheryl Sandberg ist Geschäftsführerin von Facebook, war zuvor

Vielfalt fördern und führen

Seminare zum Thema „Vielfalt fördern und führen“ rücken die Potentiale in den Vordergrund, die in der Vielfalt Ihrer Beschäftigten begründet liegen und oft ressourcenorientierter genutzt werden könnten. Betrachtet werden Besonderheiten des Geschlechts, der Alterskohorten und Generationenzugehörigkeit, der Lebensstile und sozialen Herkunft, die in der Zusammenarbeit aber auch in der individuellen Potentialentfaltung eine Rolle spielen. Stereotype werden kritisch reflektiert und in

Partnerschaftliche Arbeitsteilung

Neuen Erhebungen zufolge wünschen sich aktuell bereits 60 Prozent der Eltern kleiner Kinder, Arbeit, Kindererziehung und Haushalt paritätisch untereinander aufzuteilen. In ihrer jüngsten Studie analysiert SowiTra Motive und Umsetzungsvoraussetzung für eine partnerschaftliche Arbeitsteilung. Erstmals wird darüber hinaus auch die Sicht der Kinder selbst, deren Wünsche, Erfahrungen und Schlussfolgerungen für eine eventuell eigene Familie, einbezogen. Die Forschungsergebnisse stellen vor allem die

Gleichstellungsindex 2017

Deutschland liegt in Sachen Gleichstellung nach wie vor lediglich im Mittelfeld der EU-Mitgliedsstaaten. Mit einem Gleichstellungindex von 65,5 ordnet sich Deutschland hinter den skandinavischen, den baltischen Staaten, den BENELUX Ländern sowie Frankreich auf Platz 12 ein und unter dem EU-Durchschnitt ein. Mit einem Wert von 71,4 fällt der für Deutschland errechnete Index für den Bereich „Arbeit“ zwar höher aus. Aber

Erfolgsfaktor: Unternehmenskultur

Der direkte Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur und Vereinbarkeit von Beruf, Pflege und Familie ist nachweisbar: Über 99 Prozent aller Beschäftigten in Unternehmen mit einer sehr familienfreundlichen Unternehmenskultur bestätigen, Familie und Beruf gut oder sehr gut miteinander vereinbaren zu können. Auf Basis einer repräsentativen Befragung von Arbeitgeber*innen und Beschäftigten wurde erstmals auf breiter Basis die Bedeutung einer tief verankerten familienbewussten Unternehmenskultur für

E.DIS

„Das audit berufundfamilie ist für die Personalpolitik der E.DIS AG ein wertvolles Steuerungsinstrument, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Pflege auf betrieblicher Ebene weiter zu entwickeln. Wir freuen uns daher, dass wir durch die Erneuerung des Zertifikats im Rahmen des Dialogverfahrens in dieser Aufgabe bestärkt und weiterhin durch Frau Dr. Elisabeth Mantl fachkundig begleitet werden.

Gerrit Heuer
PPR – Grundsatzfragen/Recht
E.DIS Netz GmbH

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Vielfalt wertschätzend führen

Wie Führungskräfte geschlechter- und diverstitätsgerecht führen und Chancengerechtigkeit mittels organisationaler Lernprozesse fördern können, zeigt das neue Buch von Hildegard Macha, Hildrun Brendler und Catarina Römer. Vorgestellt werden die Ergebnisse eines Forschungsprojektes mit klein- und mittelständischen Unternehmen, in denen Gleichstellungsthemen bislang nicht gezielt bearbeitet worden sind. Ausgehend von den Theorien der Organisations- und der Geschlechterforschung konzipieren die Autorinnen ein Trainings- und

Anne-Klein-Frauenpreis 2018

Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt dazu ein, für 2018 Kandidatinnen für den Anne-Klein-Frauenpreis zu benennen. Mit dem Anne-Klein-Frauenpreis ehrt die Heinrich-Böll-Stiftung Frauen, die mutig und hartnäckig für Menschenrechte, Gleichberechtigung und sexuelle Selbstbestimmung eintreten. Der Preis ist mit 10.000 EUR dotiert und wird seit 2012 vergeben. Die Ausgezeichneten kommen aus dem In- und Ausland. Mit dem Preis gedenkt die Heinrich-Böll-Stiftung zugleich Anne Kleins

Lebenswerte digitale Gesellschaft?

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht nach wie vor im Fokus der Digitalisierungsvision des Bundes. Von neuen Chancen für mehr Zeitsouveränität ist die Rede sowie von Zeitersparnissen, die Homeoffice und mobiles Arbeiten für erwerbstätige Eltern und pflegenden Mitarbeiter*innen ermöglichen. Das neue Impulspapier des BMFSFJ ermutigt, auch für Berufsfelder, die auf den ersten Blick nicht für die Verlagerung des Arbeitsplatzes geeignet scheinen, die Gestaltungsspielräume immer wieder neu auszuloten. Continue reading